Workshops

Hinweis:

Bei der ConfTool-Anmeldung tragt ihr euch bereits für die Workshops ein. Gebt dort für beide Workshopblöcke bitte jeweils einen Erst-, einen Zweit- und einen Drittwunsch an.
Bitte beachtet, dass Workshop 2 und Workshop 6 über beide Workshopblöcke gehen und entsprechend nur zusammen ausgewählt werden können!
Bei der Wahl der Workshops 1b und 4b wird der Besuch des Workshops 1a im ersten Slot empfohlen.

Workshop Dozent Beschreibung
 Workshopphase A (13:00 Uhr- 15:00 Uhr)
1a Grundlagen und Grundfragen qualitativer Sozialforschung – Eine Einführung aus biologie-didaktischer Sicht Prof. Dr. Arne Dittmer (Universität Regensburg)

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Prof. Dr. Jörg Zabel (Universität Leipzig)

Der Workshop bietet eine Einführung in die theoretischen Grundlagen und zentralen Grundbegriffe der qualitativen Sozialforschung und thematisiert deren Rolle und deren Bedeutung für die Biologiedidaktik. Wir werden sowohl über die Ansprüche und Leitbilder der qualitativen Sozialforschung als auch über Probleme und methodologische Streitpunkte reden und diese gemeinsam mit den TeilnehmerInnen diskutieren. Der Workshop kann alleine für sich belegt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit die methodologischen Grundlagen in den Workshops zu den Themen „Qualitativen Inhaltsanalyse“ (Jörg Zabel) oder „ MAXQDA/Grounded Theory“  (Arne Dittmer) zu vertiefen.
2a IRT für Fortgeschrittene Dr. Yvonne Schachtschneider (Universität Duisburg-Essen) Ziel des Workshops ist der Erwerb praxisbezogener Kenntnisse über IRT-Skalierung und ihre Anwendung in der bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschung. Dabei steht sowohl das theoretische Verständnis als auch die Schulung praktischer Kompetenzen mit dem Programm ConQuest im Vordergrund.

Im ersten Teil des Workshops (2 Stunden) wird ausgehend vom dichotomen Raschmodell die Anwendung von IRT-Modellen in der Testkonstruktion behandelt und geübt, wie Informationen aus IRT-Modellen (z. B. Itemschwierigkeit, Itemdiskrimination, Iteminformation, DIF) zur Itemselektion genutzt werden können. Im zweiten Teil (2 Stunden) wird der Umgang mit Fragebogendaten (z. B. Likert-Skalen) im Partial-Credit Modell erarbeitet und die Interpretation der Itemparameter bei mehrstufigen Items geübt. Je nach Vorerfahrungen der Teilnehmenden werden die Schätzung mehrdimensionaler IRT-Modelle und die Skalierung von Messwiederholungen mit ConQuest thematisiert. Die Teilnahme ist nur an beiden Teilen zusammen möglich.

Zur Teilnahme an diesem Workshop wird ein Notebook mit den jeweils aktuellen Versionen von SPSS (ggfs. Testversion) und Notepad++ benötigt. Anwendungskenntnisse zur klassischen Testtheorie und Erfahrungen mit SPSS, R, Statistica o.ä. werden vorausgesetzt. Vorerfahrungen mit dem Programm ConQuest oder probabilistischen Testmodellen sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.

3a Statistische gleich wissenschaftliche Signifikanz? – Einführung in die quantitative Forschung Dr. Till Bruckermann (IPN Kiel)

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Alexander Büssing (Universität Osnabrück)

Der Workshop richtet sich an TeilnehmerInnen, die bereits ein erstes Konzept ihres quantitativ orientierten Forschungsprojekts erarbeitet haben. Theoretische Hintergründe zur Inferenzstatistik, die im Workshop erarbeitet werden, sollen die kritische Diskussion des eigenen Projekts unterstützen. Dazu werden neben der Klärung grundsätzlicher Definitionen, wie dem Unterschied zwischen Effektstärke und Signifikanz sowie Korrelation und Kausalität, auch das Design quantitativer Studien erörtert. So geht es beispielsweise um die Beachtung und Berechnung des Beta-Fehlers, welche in gewisser Weise als eine Voraussetzung der Durchführung quantitativer Studien angesehen werden kann. Ziel des Workshops ist es darüber hinaus, sensibel gegenüber statistischen Ergebnissen anderer Studien zu werden, und gleichzeitig die quantitative Praxis in der Biologiedidaktik weiterzuentwickeln.
4a Unterrichtsplanung für inklusive Kontexte Torsten Binder (Universität Duisburg-Essen)

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Laura Ferreira González (Universität zu Köln)

Der Workshop bietet eine Einführung in die Planung zieldifferenten Unterrichts, welcher das in Schulgesetzen zahlreicher Bundesländer (Bremen, NRW, Baden-Württemberg etc.) geforderte Recht auf individuelle Förderung und soziales Lernen berücksichtigt (SchulG NRW, §1; SchulG Bremen, §3; SchulG BW, §3). Ausgehend von einem kurzen Überblick über verschiedene Ansätze zur Planung inklusiven Unterrichts, erhalten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit sich gezielt mit ausgewählten Planungsinstrumenten auseinanderzusetzen. Vor- und Nachteile dieser Instrumente werden herausgearbeitet und anschließend gemeinsam diskutiert.
5a Lernprozesse erforschen mit fachdidaktischer Entwicklungsforschung Christian Büscher (Universität Dortmund)

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Carina Zindel (Universität Dortmund)

Der methodologische Rahmen der fachdidaktischen Entwicklungsforschung ermöglicht die systematische Erforschung von Lernprozessen, wobei Einsichten in mögliche Hürden und Gelingensbedingungen gewonnen werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die iterative Verknüpfung von (1) Spezifizierung des Lerngegenstands, (2) (Weiter-) Entwicklung des Designs, (3) Durchführung und Auswertung von Designexperimenten sowie (4) Bildung lokaler Theorien.

Im Workshop werden anhand der Projekte der Teilnehmenden zentrale Begriffe der fachdidaktischen Entwicklungsforschung erarbeitet und ausgelotet,  ob sich dieser Ansatz für das eigene Projekt anbietet.

6a Einführung in R Justin Lefarth (Universität Duisburg-Essen) Der Workshop bietet eine Einführung in die statistische Umgebung und Programmiersprache R. In den letzten Jahren hat sich R zunehmend zum Standard bei statistischen Analysen entwickelt, unter anderem da es sich umfassend erweitern und individuell anpassen lässt und dadurch bei nahezu allen quantitativen Methoden gleichermaßen eingesetzt werden kann. Zudem sind R und die erweiternden Pakete kostenlos.

In praktischen Übungen werden die Grundlagen in R erarbeitet, außerdem wird die grafische Oberfläche RStudio vorgestellt. Neben der Erarbeitung der grundlegenden Funktionsweise von R werden wir Daten importieren und aufbereiten sowie erste Analysen durchführen. Hierzu gehören die Erstellung von Diagrammen, einfache statistische Tests zu Mittelwertvergleichen (z. B. t-Test) und einfache Regressionsrechnungen.

Zur Teilnahme an diesem Workshop wird ein Notebook mit den jeweils aktuellen Versionen von R und RStudio benötigt. Eine ausführliche Anleitung zur Installation wird rechtzeitig vor Beginn des Workshops zur Verfügung gestellt. Erfahrungen mit Statistik-Software (z. B. SPSS, Excel) sind von Vorteil, aber keine zwingenden Voraussetzungen.

7a Wissenschaftliches Publizieren in der Biologiedidaktik Prof. Dr. Jörg Großschedl (Universität zu Köln) Publizieren ist heutzutage unabdingbarer Bestandteil jeder wissenschaftlichen Karriere. Im Rahmen des Workshops werden die elementaren Schritte zur wissenschaftlichen Publikation auf grundlegendem Niveau vorgestellt. Thematisiert werden u. a. die Auswahl des passenden Publikationsorgans, der Aufbau eines wissenschaftlichen Manuskripts, der Prozess der Einreichung und Begutachtung sowie der Umgang mit den Rückmeldungen von Gutachterinnen und Gutachtern. Ausgewählte Herausforderungen der Manuskriptgestaltung werden exemplarisch besprochen (z. B. Bericht statistischer Analysen).
8a Special Interest Group I – Erkenntnis-gewinnung
Julia Wolowski (Universität Siegen) Das Meeting startet mit einer kleinen Vorstellungsrunde (ca. 30‘) der teilnehmenden Forschungsstandorte. Jede*r erhält dafür eine Redezeit von 2 Minuten. In diesen 2 Minuten sollte etwas zum Forschungsgegenstand, der Zielgruppe und dem Instrument gesagt werden. Eine vorbereitete Deutschlandkarte unterstützt die Visualisierung. Ausgehend von den vorgestellten Schwerpunkten, Überschneidungen, Gemeinsamkeiten, Problemen etc. werden thematische Kleingruppen gebildet. Die nächsten 60 Minuten sind einem zielgerichteten Austausch in den Gruppen gewidmet. Die Teilnehmenden werden gebeten für diese Arbeitsphase Fragen, Probleme, Forschungsinstrumente, Hypothesenformulierungen etc. mitzubringen. Diese können in den Kleingruppen präsentiert und besprochen werden. Zum Abschluss gibt es eine zusammenführende Plenumsphase (30‘).  Sie hat zum Ziel, Perspektiven für eine gemeinsame Weiterarbeit zu entwickeln. Des Weiteren bietet sie auch die Möglichkeit (Teil-)Ergebnisse aus der Arbeitsphase vorzustellen und deren Potential für alle in diesem Forschungsgebiet nutzbar zu machen.
Workshopphase B (15:30 Uhr- 17:30 Uhr)
1b Computergestützte Interpretation qualitativer Daten: Eine Einführung in MAXQDA am Beispiel des „Grounded Theory“- Ansatzes Prof. Dr. Arne Dittmer (Universität Regensburg) Die computergestützte Auswertung mit dem Programm MAXQDA kann ein Verzetteln im Datenmaterial verhindern und eine systematische und transparente Auswertung qualitativer Daten unterstützen. Das Programm MAXQDA kann in Rahmen qualitativer Studien als gut strukturierter digitaler Karteikasten und Schreibtisch genutzt werden. Der Auswertungsprozess selber aber ist ein kognitiver und kommunikativer Prozess, bei dem MAXQDA als unterstützendes Instrument genutzt werden kann. Der Workshop ist eine Einführung in die Arbeit mit MAXQDA und dient einer vertieften Auseinandersetzung mit der Interpretation qualitativer Daten (induktive und deduktive Kodierung von Texten, Strategien der Kategorien- und Typenbildung). Der Workshop wird mit dem Workshop „Grundlagen und Grundfragen qualitativer Sozialforschung“ kombiniert angeboten, kann aber auch einzeln belegt werden. Bitte zum Workshop ein Notebook mitbringen.
2b IRT für Fortgeschrittene II Dr. Yvonne Schachtschneider (Universität Duisburg-Essen) Dieser Workshop ist nur in Kombination mit Workshop 2a wählbar.
3b Statistische gleich wissenschaftliche Signifikanz? – Einführung in die quantitative Forschung Dr. Till Bruckermann (IPN Kiel)

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Alexander Büssing (Universität Osnabrück)

Der Workshop richtet sich an TeilnehmerInnen, die bereits ein erstes Konzept ihres quantitativ orientierten Forschungsprojekts erarbeitet haben. Theoretische Hintergründe zur Inferenzstatistik, die im Workshop erarbeitet werden, sollen die kritische Diskussion des eigenen Projekts unterstützen. Dazu werden neben der Klärung grundsätzlicher Definitionen, wie dem Unterschied zwischen Effektstärke und Signifikanz sowie Korrelation und Kausalität, auch das Design quantitativer Studien erörtert. So geht es beispielsweise um die Beachtung und Berechnung des Beta-Fehlers, welche in gewisser Weise als eine Voraussetzung der Durchführung quantitativer Studien angesehen werden kann. Ziel des Workshops ist es darüber hinaus, sensibel gegenüber statistischen Ergebnissen anderer Studien zu werden, und gleichzeitig die quantitative Praxis in der Biologiedidaktik weiterzuentwickeln.
4b Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring Prof. Dr. Jörg Zabel (Universität Leipzig) In diesem Workshop wird die Auswertungsstrategie der qualitativen Inhaltsanalyse (u.a. nach Mayring) vertieft und die Auswertung qualitativer Daten an praktischen Beispielen erprobt. Einzelne methodische Schritte dabei sind u.a. die Aufbereitung qualitativer Daten, die Einzelstrukturierung von Konzepten, sowie deren Verallgemeinerung mit Hilfe induktiver und/oder theoriegeleiteter Kategorienbildung. Der Workshop wird mit dem Workshop „Grundlagen und Grundfragen qualitativer Sozialforschung“ kombiniert angeboten, kann aber auch einzeln belegt werden. Die TeilnehmerInnen sollten ein digitales Endgerät zum Abspielen von mp3-Dateien mitbringen (Interviewausschnitte), sowie ein Paar Kopfhörer dazu. Smartphone reicht aus, ein Tablet oder PC sowieso. Die Audio-Dateien werden vor der Tagung über einen Download-Link zur Verfügung gestellt, sowie vor Ort auf USB-Stick.
5b Lernprozesse erforschen mit fachdidaktischer Entwicklungsforschung Christian Büscher (Universität Dortmund)

&

Carina Zindel (Universität Dortmund)

Der methodologische Rahmen der fachdidaktischen Entwicklungsforschung ermöglicht die systematische Erforschung von Lernprozessen, wobei Einsichten in mögliche Hürden und Gelingensbedingungen gewonnen werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die iterative Verknüpfung von (1) Spezifizierung des Lerngegenstands, (2) (Weiter-) Entwicklung des Designs, (3) Durchführung und Auswertung von Designexperimenten sowie (4) Bildung lokaler Theorien.

Im Workshop werden anhand der Projekte der Teilnehmenden zentrale Begriffe der fachdidaktischen Entwicklungsforschung erarbeitet und ausgelotet,  ob sich dieser Ansatz für das eigene Projekt anbietet.

6b Einführung in R Teil II Justin Lefarth (Universität Duisburg-Essen) Dieser Workshop ist nur in Kombination mit Workshop 6a wählbar.
7b Wissenschaftliches Publizieren in der Biologiedidaktik Prof. Dr. Jörg Großschedl (Universität zu Köln) Publizieren ist heutzutage unabdingbarer Bestandteil jeder wissenschaftlichen Karriere. Im Rahmen des Workshops werden die elementaren Schritte zur wissenschaftlichen Publikation auf grundlegendem Niveau vorgestellt. Thematisiert werden u. a. die Auswahl des passenden Publikationsorgans, der Aufbau eines wissenschaftlichen Manuskripts, der Prozess der Einreichung und Begutachtung sowie der Umgang mit den Rückmeldungen von Gutachterinnen und Gutachtern. Ausgewählte Herausforderungen der Manuskriptgestaltung werden exemplarisch besprochen (z. B. Bericht statistischer Analysen).
8b Special Interest Group II – Bewertungskompetenz und Bioethik
Alexander Bergmann (Universität  Leipzig)

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Britta Lübke (Universität  Hamburg)

LehrerInnenprofessionalisierung im Bereich bioethischen Unterrichts – Status Quo, Best Practice und aktuelle Forschungsansätze

Biologielehrkräfte betrachten es als große Herausforderung bioethische Themen gemeinsam mit SchülerInnen zu bearbeiten. Bereits im Rahmen der universitären Ausbildung ist es deswegen notwendig Strategien zum Umgang mit der besonderen kommunikativen Dynamik und der Strukturierung von ethischen Urteilsprozessen zu vermitteln. Im Kontext der Ausbildung von Lehrkräften haben sich kompetenzorientierte (z.B. Baumert & Kunter), strukturtheoretische (z.B. Helsper) und berufsbiografische (z.B. Hericks) Bestimmungsansätze von Professionalisierung etabliert. Jeder dieser Ansätze entwickelt ein eigenes Konzept von Professionalität und stellt entsprechend spezifische Anforderungen an die Initiierung und Unterstützung von Professionalisierungsprozessen. Das hier beschriebene Treffen der Special Interest Group „Bewertungskompetenz und Bioethik“ hat zum Ziel, die genannten Ansätze systematisch zu vergleichen und auf hochschuldidaktische und forschungsmethodische Konsequenzen hin zu untersuchen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, a) wie die universitäre Ausbildung von Lehrkräften im Bereich des bioethischen Unterrichts vor dem Hintergrund der Modelle gestaltet werden kann und b) welche Möglichkeiten zur Beforschung von Professionalisierungsprozessen sich aus der Wahl eines Bestimmungsansatzes ergeben.

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